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DIE DEUTSCHEN BERGSTEIGER UND DIE LIEBE DER GUERILLA
29 Junli 2008

Von Kasım Engin

 

Die Guerilla löst alles für sich selbst und versteht es auf die selbe Weise. Die Liebe, das Verliebt sein, die Freundschaft, die Aufregung, die Gefühle, die Reaktionen, die Wut, den Glauben, den Verrat, den Widerstand und vieles mehr…
 

Es ist die tiefgründigste Reise zwischen Leben und Tod. Genau so wie die Aufregung den Zurückgebliebenen eine neue Bedeutung geben zu können, gibt es auch die Aufregung für die neuen zu entdeckenden Wahrheiten und Bedeutungen. Der Mensch begegnet eins zu eins jeder Bedeutung. Manchmal suchst du etwas, findest es und manchmal findet dich etwas, zu einem unerwarteten Augenblick, an einem unerwarteten Ort steht es vor dir. Dich in Verwunderung hüllend… Bei diesen Begegnungen ist man manchmal traurig oder wütend, manchmal geschehen sie auch zu Zeitpunkten wo du denkst, dass es nicht möglich ist. Genau diese Gefühle durchlebt die Guerilla mit all ihren ethischen Grundsätzen ganz im Inneren, ganz im Tiefen und fühlte diese auch.
 

Ein paar Bergsteiger sind ein paar Tage lang bei den Guerilla zu Besuch gewesen. Und sie haben gesagt: „WIR HABEN IHNEN VERTRAUT. UNSERE ANGST BEZOG SICH AUF DIE OPERATIONEN DER TÜRKEN“.
 

Ja, wir hatten ja gesagt, dass der Guerilla vertraut werden kann. Wir hatten sogar gesagt, „vertraut auf die Liebe der Berge“. Und wir haben der Liebe der Berge vertraut.

Es muss wohl ein Wunder sein, dass ein paar deutsche Bergsteiger, in ein kurzen Besuchsphase, in einer schwierigen und gefährlichen Situation, diese Erkenntnis hatten, der grosse deutsche Staat aber, mit dem deutschen Forschungssinn ausgeschmückt, will aber nicht damit aufhören, die kurdische Freiheitsbewegung als terroristisch zu bezeichnen.
 

Wir haben als PKK gezeigt, dass wir die Kurden von niemanden sind und haben auch immer gesagt, dass wir es nicht sein werden. Jeder hat einen Kurden, aber der Kurde konnte bisher nie der Kurde des Kurden sein – dafür gab es nicht die Erlaubnis. Dem zum Trotze haben wir, vom ersten Tage an, immer dafür gekämpft, dass der Kurde sein eigener Kurde ist. Wir haben mit unserer eigenen Willenskraft in Ameisenschritten dafür gekämpft, auf eigenen Beinen zu stehen.
 

Wir haben trotz dem, in der Geschichte Kurdistans mit Moltke beginnen, und wissend, dass ihr den Osmanen vorgeschlagen habt, die kurdischen Burgen zu stürzen, nichts gesagt. Wir haben, wissend, dass ihr hinter den Osmanen standet, als diese Zehn Tausende von Kurden ermordet haben, nichts gesagt. Wir sagten immer, dass dies die Hässlichkeit der Führenden ist. Die Völker würden so etwas nicht machen. Wir haben unsere Freundschaftliche Annährungsweise immer fortgeführt.
 

Ihr habt gesagt, dass wenn es überhaupt einen Kurden geben muss, dieser euer Kurde sein muss. Ihr habt angeblich versucht, die PKK euch näher zu bringen. Weil ihr das nicht geschafft habt, habt ihr euch einer auf der ganzen Welt nicht verständlichen Feindschaft hingegeben. Seit 1985 hegt ihr ununterbrochen eine Feindschaft aus. Ihr habt Razzien in unseren Wohnungen durchgeführt, unsere Kinder aus dem Schlaf gerissen, unsere Eltern geschlagen, Razzien in unseren Institutionen und Organisationen durchgeführt, unsere Zeitungen geschlossen, Hunderte von Patrioten inhaftiert und den Türken ausgeliefert, noch immer sind die Silhouetten unserer Freunde aus der Guerilla vor unseren Augen, die hinter euren Panzern hergeschleift worden sind. Dies hat nicht gereicht. Ihr habt zum ersten mal in der Spezialverhandlung in Düsseldorf, bei einem angeblich Verrat durchführenden PKK Mitglied, eure Anwendung für Verräter durchgeführt. Was habt ihr denn nicht gemacht?! Ihr habt Hunderte von Patrioten und kurdische Politiker mit erfundenen Gründen verhaftet.
 

Jetzt verbietet ihr RojTv, das kurdische Fernsehen. Anscheinend soll es das Zusammenleben der Völker stören. Wir wollen euch fragen, ihr als grosses deutsches Land, in wie viel Sprachen wird in eurem Land gesendet? Zählt doch mal nach. Wieviel Sprachen, ausser dem Englischen? Senden ihr auf Tschechisch? Auf italienisch? Auf Niederländisch? Nein, nein, nein. Aber RojTv, dass ein Sender mit so wenig Geld ist, in wie vielen Sprachen sendet RojTv? In wie vielen unterschiedlichen Dialekten?
 

Das sage ich euch im Voraus, genau so, wie alle kurdischen Organisationen, die RojTv angehören und die Guerilla, so aus verschiedenen Nationen zusammen setzt, ist auch RojTv in verschiedenen Farben vorhanden und sendet auch in dieser Form. An der Guerilla sind Araber, Perser, Türken, Armenier, Deutsche, Russen, Kaziken und natürlich Kurden aus allen Teilen Kurdistans beteiligt. Sie werden auch weiterhin beteiligt sein.
 

Welches ist also in Einheit mit den Völkern? Euer ARD oder euer ZDF?
 

Momentan seit ihr am stärkeren Hebel, ihr macht alles, wann es euch passt. Aber die Zeiten werden nicht immer so bleiben, wenn ihr daran glaubt, dann irrt ihr euch. So ist es gewesen, so wird es aber nicht bleiben. Wir hatten es gesagt und werden es zum Trotz wieder sagen, die Kurden wollen sich selbst gehören. Sie wollen nicht die Untergebenen und Einschmeichelnden von irgend jemandem sein. Die Kurden, die bei euch Platz einnehmen und sich unterwerfen, denen könnt ihr nicht vertrauen. Dies habt ihr schon lange herausgefunden, aber ihr habt die Logik: “Hauptsache kurdisch, auch wenn ich keinen Vorteil durch ihn habe”. Diesen Schritt wollt ihr nicht zurück nehmen.
 

Jetzt mal im Ernst, wieso wollt ihr das nicht zugeben?
 

Wieso ihr so eine Feindschaft gegen die PKK hegt?
 

Wir können es euch sagen, ihr habt euren Kurden, die noch immer bei euch Platz einnehmen und keinen Zweig besitzen, ausser ein etwas, dass dem Ende geweiht ist. sehr vertraut. Ihr habt damit gerechnet, auf dieses Etwas, dass dem Ende geweiht ist spielend, in Kurdistan eine beeinflussende Kraft zu werden. Aber dann kam die PKK und ihr kamt nicht zum Zug. Ihr wolltet es mit der PKK versuchen, diese hat es aber abgelehnt. Es ist so, wie der Reiter, der bereits seinen Weg gegangen ist und sein Ziel erreicht – euch bleibt nur noch das Aufheben der zurück gebliebenen Hufen… Ihr habt aber die Hufen erhalten…
 

Das ist eure eigentliche Feindschaft gegenüber der PKK. Und diese Feindschaft hat nichts mehr mit Politik zu tun, sondern hat sich immer mehr zu Hass geformt. Und wir sagen, dass dieses Volk auf die Liebe zu ihren Bergen vertraut. Und sie werden weiter vertrauen.
 

Ihr solltet euch nicht täuschen, die Liebe zu den Bergen wird nicht nur in den Bergen bleiben. Das ist so eine grosse Liebe, die jede Kraft, die sich gegen jeden Schaden der ihm zugefügt werden will, sei es eine Person, ein Organisation, ein Staat, eine Macht, wer auch immer, verteidigen wird.
 

Aber wir sind immer auf der Seite der Diskussionen, auf der Seite des auf ethischen Grundsätzen basierenden gegenseitigen Verständnisses. Wir glauben auch daran, dass alle Menschen, die uns kennen, uns bis zum letzten Moment vertrauen werden. Denen gehören auch Frau Merkel, Herr Schäuble und Herr Steinmeyer an.
 

Unsere Türen sind offen. Die Berge haben genug Platz. Jeder Zeit könnt ihr die Gastfreundschaft geniessen, die euch gezeigt wird.
 

Wir wollen nur, dass ihr unser Volk nicht angreift, keine Feindschaft hegt und nicht terrorisiert.
 

Wir haben der Liebe zu den Bergen vertraut und werden auch weiterhin vertrauen.

 
 
         
 
 

 

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