Von Kasım Engin
Es ist eine Welt, in der man denkt, dass die
Führenden alles machen können. Es ist so eine Welt in der wir leben,
in der jeder glaubt, dass es den Führenden erlaubt ist, alles tun zu
können. Noch schlimmer ist, dass die Mehrheit der Unterdrückten,
also Ausgenutzten, auch daran glauben.
Die Führung der PKK hat gesagt
“Wenn die Persönlichkeit psychologisch nicht
kontrolliert werden kann, ist das eine Übertreibungskrankheit”.
Worte, die an die Mächte gerichtet sind.
Die charakterischen Züge der Mächtigen formen diese
so, dass sie alle Möglichkeiten für sich nutzen, um die sich
Gegenüberstehenden zu entmächtigen. Früher hat man dazu Kastration
gesagt.
Die Führung des kurdischen Volkes
“Gesellschaften, die ihre Erinnerungen verloren
haben, können sich nicht davon befreien einfach unterworfen, besetzt
und assimiliert zu werden“ sind deswegen auch so bedeutsam.
“Die Macht kann sich dessen nicht sicher sein, wenn
sie in der Gesellschaft die Stellung der Frau nicht zur Stelle des
„Weibes“ geformt hat.
Das Weib sein, die älteste Form der Sklaverei, ist
zu einer institutionellen Form geworden, durch die die Kultur der
Ur-Mutter, durch die Mitgliedschaft im Gefolge des starken Mannes
ersetzt wurde. Dies wurde nach langem und umfangreichem Kampf
erreicht und hat dazu geführt, dass der Sexismus in der Gesellschaft
die Herrschaft übernommen hat. „
Die Herrschaft ist in dieser Form durch die
Geschichte geronnen. Dies ist geradezu durch die Gene der
Gesellschaft geflossen, es hat sie zu kranken, unsicheren, fern von
sich selbst seienden, willenlosen und charakterlosen Formen gemacht.
Es ist so, dass die Machthabenden auf einen Knopf drücken können und
in einem fernen Ort die Topfe zu kochen beginnen.
Im Grund des Ganzen haben sich die Herrschenden so
organisiert, dass sie die Rassel spielen zum Tanz des Bären. Ihnen
gefällt es jeden Bären zum tanzen bringen zu können.
Aber, die Welt hat sich geändert. Die Welt ändert
sich und wird sich noch ändern.
Die Geschichte der Menschheit ist voller Tausender
von Beispielen, die zeigen, dass nicht alles mit der Hand von ein
paar Unterdrückern durchzuführen ist. Vielleicht ist die berühmteste
davon, die Geschichte von Noah und seiner Arche. Die kurdische
Führung sagte hierzu: „Die Handlung von Noah erinnert an den
unterdrückenden Herren, von dem Noah die neolitische Gesellschaft
gerettet hat. Der Neuanfang wurde dann an einem anderen Ort, auf
einem berg durchgeführt.“
Seit diesem Tag wird zwischen dem Monster, das sich
Zivilisation nennt und den neolitischen Gesellschaften ein
Willenskampf auf Leben und Tod geführt. Das gab es und wird es auch
geben.
Die Herrschaft jedoch, konnte bisher immer einen Weg
zu finden, um die Völker unter ihrer Gewaltherrschaft zu
verschlucken. Die Grundmethode dieses Verschluckens ist Bedrohung
mit dem Tod und Beängstigung gewesen. Sie haben für die Personen,
die sie sich anpassen wollen immer die Sexualität und das Geld
genutzt. Bei Männern präsentierten sie die Frauen, bei Frauen die
Männer. Sie haben auch sehr viel Waren und Ländereien dafür genutzt.
So konnten sie in der dreipoligen Falle immer alle auf ihren Nennen
und ihre Seite bringen.
Man darf aber nicht vergessen, dass „die Angst vor
dem Tod sozial ist. Das ist aufgebaut worden. Das bedeutet, dass die
Angst vor dem Tod oder andere soziale Formungen aufgehoben werden
können.“ Wenn diese Angst vor dem Tod überbrückt werden kann, dann
werden die Herrschenden ihren As im Ärmel verloren haben. Wenn dann
auch noch Formeln dafür gefunden worden sind, die dem Leben einen
Sinn geben, dann werden die Herrschenden Schritt für Schritt
ruiniert.
Wir bewerten, mit den Personen, die die Todesangst
überwunden und sich von Sklavereiverhältnissen gerettet haben, die
Besitztumsverhältnisse als Sklaverei. Wenn wir dem nun die Typen
hinzufügen, die sich von dem befreit haben, wird nichts mehr von der
zu unterdrückenden Person sein, die an den Zähnen des
Zivilisationsmonsters hängen bleibt.
Die Krankheit Zivilisation wird euch nicht mehr
führen. Sie wird euch nicht mehr mit dem Tod ängstigen und euch
machen lassen, was sie will. Sie wird euch nicht mehr mit einer Frau
oder einem Mann erziehen können, euch nicht mehr abhängig von sich
machen.
Das sind also die drei grundlegenden Punkte die den
Untergrund einer Klassengesellschaft mit Gewaltherrschaft bedeuten.
Im Volksmund nennt man das die drei Schrauben, die die Welt auf den
Beinen halten.
Ja, wenn wir also diese Schreiben eines nach dem
anderen abschrauben, dann wird ihre hängende Welt nicht mehr gerade
stehen können. So wird dann unsere Welt, die wir unter den Sternen
versteckt haben, leuchten.
In solch einer Situation werden die „Abgötter keine
Worte mehr finden“.
Sie werden nichts mehr zu sagen haben denn, dass
wird bedeuten, dass wir den Tag erleben, an dem der „WILLE SEINEN
SIEG AUSRUFT“.
Ja, der 14. Juli mit seinem grossen
Todes-Hungerstreik Widerstand wird der Tag werden, an dem die
Abgötter, kein einziges Wort mehr zum sprechen haben werden. Wir,
die zum Trotze auf den Spitzen der Berge gegen das zahnlose
Zivilisationsmonster kämpfen, grüssen alle, die kämpfen und ihren
Einsatz leisten.