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DER SIEG DES WILLENS
15 Juli 2008

Von Kasım Engin

 

Es ist eine Welt, in der man denkt, dass die Führenden alles machen können. Es ist so eine Welt in der wir leben, in der jeder glaubt, dass es den Führenden erlaubt ist, alles tun zu können. Noch schlimmer ist, dass die Mehrheit der Unterdrückten, also Ausgenutzten, auch daran glauben.
 

Die Führung der PKK hat gesagt
 

“Wenn die Persönlichkeit psychologisch nicht kontrolliert werden kann, ist das eine Übertreibungskrankheit”. Worte, die an die Mächte gerichtet sind.
 

Die charakterischen Züge der Mächtigen formen diese so, dass sie alle Möglichkeiten für sich nutzen, um die sich Gegenüberstehenden zu entmächtigen. Früher hat man dazu Kastration gesagt.
 

Die Führung des kurdischen Volkes
 

“Gesellschaften, die ihre Erinnerungen verloren haben, können sich nicht davon befreien einfach unterworfen, besetzt und assimiliert zu werden“ sind deswegen auch so bedeutsam.
 

“Die Macht kann sich dessen nicht sicher sein, wenn sie in der Gesellschaft die Stellung der Frau nicht zur Stelle des „Weibes“ geformt hat.
 

Das Weib sein, die älteste Form der Sklaverei, ist zu einer institutionellen Form geworden, durch die die Kultur der Ur-Mutter, durch die Mitgliedschaft im Gefolge des starken Mannes ersetzt wurde. Dies wurde nach langem und umfangreichem Kampf erreicht und hat dazu geführt, dass der Sexismus in der Gesellschaft die Herrschaft übernommen hat. „
 

Die Herrschaft ist in dieser Form durch die Geschichte geronnen. Dies ist geradezu durch die Gene der Gesellschaft geflossen, es hat sie zu kranken, unsicheren, fern von sich selbst seienden, willenlosen und charakterlosen Formen gemacht. Es ist so, dass die Machthabenden auf einen Knopf drücken können und in einem fernen Ort die Topfe zu kochen beginnen.
 

Im Grund des Ganzen haben sich die Herrschenden so organisiert, dass sie die Rassel spielen zum Tanz des Bären. Ihnen gefällt es jeden Bären zum tanzen bringen zu können.
 

Aber, die Welt hat sich geändert. Die Welt ändert sich und wird sich noch ändern.
 

Die Geschichte der Menschheit ist voller Tausender von Beispielen, die zeigen, dass nicht alles mit der Hand von ein paar Unterdrückern durchzuführen ist. Vielleicht ist die berühmteste davon, die Geschichte von Noah und seiner Arche. Die kurdische Führung sagte hierzu: „Die Handlung von Noah erinnert an den unterdrückenden Herren, von dem Noah die neolitische Gesellschaft gerettet hat. Der Neuanfang wurde dann an einem anderen Ort, auf einem berg durchgeführt.“
 

Seit diesem Tag wird zwischen dem Monster, das sich Zivilisation nennt und den neolitischen Gesellschaften ein Willenskampf auf Leben und Tod geführt. Das gab es und wird es auch geben.
 

Die Herrschaft jedoch, konnte bisher immer einen Weg zu finden, um die Völker unter ihrer Gewaltherrschaft zu verschlucken. Die Grundmethode dieses Verschluckens ist Bedrohung mit dem Tod und Beängstigung gewesen. Sie haben für die Personen, die sie sich anpassen wollen immer die Sexualität und das Geld genutzt. Bei Männern präsentierten sie die Frauen, bei Frauen die Männer. Sie haben auch sehr viel Waren und Ländereien dafür genutzt. So konnten sie in der dreipoligen Falle immer alle auf ihren Nennen und ihre Seite bringen.
 

Man darf aber nicht vergessen, dass „die Angst vor dem Tod sozial ist. Das ist aufgebaut worden. Das bedeutet, dass die Angst vor dem Tod oder andere soziale Formungen aufgehoben werden können.“ Wenn diese Angst vor dem Tod überbrückt werden kann, dann werden die Herrschenden ihren As im Ärmel verloren haben. Wenn dann auch noch Formeln dafür gefunden worden sind, die dem Leben einen Sinn geben, dann werden die Herrschenden Schritt für Schritt ruiniert.
 

Wir bewerten, mit den Personen, die die Todesangst überwunden und sich von Sklavereiverhältnissen gerettet haben, die Besitztumsverhältnisse als Sklaverei. Wenn wir dem nun die Typen hinzufügen, die sich von dem befreit haben, wird nichts mehr von der zu unterdrückenden Person sein, die an den Zähnen des Zivilisationsmonsters hängen bleibt.
 

Die Krankheit Zivilisation wird euch nicht mehr führen. Sie wird euch nicht mehr mit dem Tod ängstigen und euch machen lassen, was sie will. Sie wird euch nicht mehr mit einer Frau oder einem Mann erziehen können, euch nicht mehr abhängig von sich machen.
 

Das sind also die drei grundlegenden Punkte die den Untergrund einer Klassengesellschaft mit Gewaltherrschaft bedeuten. Im Volksmund nennt man das die drei Schrauben, die die Welt auf den Beinen halten.
 

Ja, wenn wir also diese Schreiben eines nach dem anderen abschrauben, dann wird ihre hängende Welt nicht mehr gerade stehen können. So wird dann unsere Welt, die wir unter den Sternen versteckt haben, leuchten.
 

In solch einer Situation werden die „Abgötter keine Worte mehr finden“.
 

Sie werden nichts mehr zu sagen haben denn, dass wird bedeuten, dass wir den Tag erleben, an dem der „WILLE SEINEN SIEG AUSRUFT“.
 

Ja, der 14. Juli mit seinem grossen Todes-Hungerstreik Widerstand wird der Tag werden, an dem die Abgötter, kein einziges Wort mehr zum sprechen haben werden. Wir, die zum Trotze auf den Spitzen der Berge gegen das zahnlose Zivilisationsmonster kämpfen, grüssen alle, die kämpfen und ihren Einsatz leisten.

 
 
         
 
 

 

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