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ER-KENE-KON*
06 Junli 2008

Von Kasım Engin

 

Wo wie Herr İlker Başbuğ es ausgedrückt hat „die Türkei durchlebt sehr schwere Zeiten”
 

Eigentlich sagt man ja immer, dass im Mittleren Osten ein Chaos besteht. Das aber in der Türkei eine Situation besteht, die jedes Wirrwarr überschreitet, lässt alle reden. Dafür wird immer wieder zur Besinnung auf den Menschenverstand und immer wieder nach Einheit gerufen.
 

Wir wissen auch, dass in der Wissenschaft der Politik nach gesundem Menschenverstand und Einheit gerufen wird, wenn die Lage sehr ernst ist.
 

Die Türkei durchlebt wirklich eine sehr schwere Phase. Keine Frage, dies hat innere und äussere Gründe. Die inneren Gründe sind bestimmend, die äusseren Gründe hingegen, basierend auf die Inneren, reizen die unglücklichen Gründe und beschleunigen diese.
 

Die inneren Gründe basieren auf die dunkle Geschichte der Türkei im Bezug auf das Verbrechen gegenüber den Völkern - mit diesen will sich die Türkei nicht konfrontieren. Es wird keine demokratische Kultur gefördert, in dem man diese Konfrontation durchführt. Dies ist eine blutende Wunde mit Rissen, die durch komplexvolle Lebensweise, sich nach Aussen als Krankheit zeigt. Diese sensible Haltung ist dafür geschaffen, ausgenutzt zu werden.
 

Die äusseren Gründe sind diese, dass die Türkei rein geografisch gesehen, in einer strategisch sehr guten Position liegt. Es ist ganz natürlich, dass die Supermächte, die Mächte die Sprachrecht haben und die Mächte, die Sprachrecht haben wollen, ihren Anteil in diesem Gebiet haben wollen.
 

Gerade jetzt, wo sie einflussreich sein wollen und die innere Struktur der Türkei wie geschaffen für diesen Eingriff ist, wird jeder Eingriff die Türkei beeinflussen. Wir kennen die Positionen, die mit der Dialektik bestimmt werden. Wir wissen auch, dass die innere Struktur bestimmend und die äussere Struktur beeinflussend ist. Wir können aber auch – leider – sehen, dass die Türkei von dieser Originalhaltung in die verfällt, in der das Äussere immer mehr zur bestimmenden Position wird.
 

Wie aber soll diese Situation überbrückt werden?
 

Die Türkei muss vor allem, um mit ihrer dunklen Geschichte auseinandersetzen zu können, sich fern von dunklen Verhältnissen halten. Sie müssen sich von Verhältnissen fern halten, die hinter geschlossenen Vorhängen arbeiten. Sie müssen transparent werden. Alles was sie machen, müssen sie vor den Augen der Völker machen. Ansonsten wird jeder dunkle und unbekannte Schritt als Liste bewertet werden und es werden äussere Mächte hervortreten, die diese Listgedanken ausnutzen wollen.
 

Wir dürfen natürlich nicht vergessen aufzuführen, dass wir gelernt haben, auch wenn es schmerzt, dass die Hilfsangebote der imperialistischen Mächte meistens nur Angebote sind, die wiederum ihr wirtschaftliches Interesse bestärken. Das globale Kapital ist wie eine Zecke, die auch den letzten Tropfen der Völker aufsaugen will. Viele geschichtliche Begebenheiten zeigen uns auch, dass sie von der Art wie eine Zecke zu handeln nicht verzichten wird.
 

Die Türkei muss sich dessen bewusst sein und sich zuerst mit sich selbst konfrontieren. Die Türkei muss mit den Völkern, in dieser Geographie leben einen Frieden erlangen. Dies geht nur, wenn man den Weg auf demokratischer Basis, mit einem toleranten Verhältnis einschlägt. Der Weg führt aber auch auf eine Gesetzesgrundlage, die die Rechte der Völker beinhaltet. Wie auch dieser Weg unumgänglich durch eine Grundgesetzesänderung führt, dass die Identität der Völker garantiert.
 

Aber wenn dem nicht so sein sollte, sondern genau solche Gespräche wie zwischen İlker Başbuğ und Yaşar Büyükanıt im Dolmabahçe Schloss zustande kommen sollten, kann es für die Völker in der Türkei keine guten Entwicklungen mit sich bringen – und wird es auch nicht tun.
 

Weil solche Gespräche auf „du gibst mir, ich gebe dir“ basieren, wird nicht das Interesse des Volkes verfolgt, nein sie beziehen sich nur noch auf wirtschaftliche Zinsen, die auf dem Rücken des Volkes ausgetragen werden.
 

Der Chef der Partei der Ungläubigen wünscht, dass man Zugeständnisse im Bezug auf die Schliessung der Parteien und die Wirtschaft macht. Im Gegenzug verschliessen sie die Augen, wenn das terroristische Militär Kurdistan angreift und dort Banden gegründet, Betäubungsmittel verkauft, Handel getrieben und Gewinne beim Waffenverkauft erzielt werden.
 

Die terroristische Armee entledigt sich derer, die der so genannten Regierung und Herrn Recep ein Dorn im Auge sind – sie öffnet Wege, damit diese so zu sagen verurteilt werden können. Auf der anderen Seite hingegen wird der Wechsel des Generalstabes im August vereinfacht.
 

Der Grund dafür ist dieser, dass wenn die AKP geschlossen wird und Herr Recep Zecke Kongo bis zum August dem neuen, aufgestellten Mitgliedern des Generalstabes nicht den Zuspruch erteilt, wird İlker Başbuğ, weil er seit vier Jahren Kommandant der Armee ist, in die Rente gehen und nicht Generalstab werden. Işık Koşaner wird aus Mangel an Belegschaft in Rente gehen. Der 1. Militärkommandant wird wegen Überschreitung der Altersgrenze in Rente gehen. Das sind Begebenheiten, die mit den Regeln in den Statuten des Militärs in Zusammenhang stehen. Auf den Punkt gebracht, wenn die AKP geht, muss auch die faschistische und angreifende Clique gehen.
 

Geheime Treffen werden genau aus diesen Gründen, wenn es im dunkle Spiele und Pläne geht, durchgeführt. Manche allseits bekannten und in der Rente befindlichen Generäle werden genau um solche dunklen Spiele und Pläne zu verdecken, im Bezug auf das ER-KENE-KON Verfahren inhaftiert.
 

Nur wir sind aber der Meinung, dass Recep Zecke Kongo einen Zug gegen die Banden durchgeführt hat. Dem ist aber nicht so. Das was geschehen ist, wurde mit Erlaubnis des Militärs, damit die ER-KENE-KON Gruppierung nicht offen dargestellt wird, durchgeführt. Natürlich soll auch weiterhin das Blut der Völker, wie durch eine Zecke, ausgesaugt werden.
 

Wir sehen also, dass wir müssen ohne uns zu früh zu freuen, für unsere Völker alles genau durchforschen, gut durchlesen und bewerten. Genau so, wie das Treffen von Büyükanıt und Herrn Recep Zwecke Kongo im Mai 2007 als Bomben verpackt auf unser Volk bombardiert worden ist, sind auch die heutigen Treffen der Generäle, die im Geheimen und in Privathäusern durchgeführt werden, kein gutes Omen.
 

Deswegen möchten wir anführen, dass die Phase voller gefährlicher Begebenheiten ist. Die Völker müssen endlich die Situation überbrücken, die es möglich macht, sie auszunutzen. Sie müssen sich auf demokratischem Grundsatz vereinigen, wenn nötig müssen sie als eine Partei auftreten und einem Dach entscheiden. Ansonsten müssen wir darauf hinweisen, dass wir auf einer sehr risikoreichen Fährte sind. Weiter dürfen wir nicht vergessen, dass risikoreiche Fährten immer Potential zum Ausnutzen lassen. !

*Kene = Zecke
 

 
 
         
 
 

 

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