Von Kasım Engin
Wo wie Herr İlker Başbuğ es ausgedrückt hat „die
Türkei durchlebt sehr schwere Zeiten”
Eigentlich sagt man ja immer, dass im Mittleren
Osten ein Chaos besteht. Das aber in der Türkei eine Situation
besteht, die jedes Wirrwarr überschreitet, lässt alle reden. Dafür
wird immer wieder zur Besinnung auf den Menschenverstand und immer
wieder nach Einheit gerufen.
Wir wissen auch, dass in der Wissenschaft der
Politik nach gesundem Menschenverstand und Einheit gerufen wird,
wenn die Lage sehr ernst ist.
Die Türkei durchlebt wirklich eine sehr schwere
Phase. Keine Frage, dies hat innere und äussere Gründe. Die inneren
Gründe sind bestimmend, die äusseren Gründe hingegen, basierend auf
die Inneren, reizen die unglücklichen Gründe und beschleunigen
diese.
Die inneren Gründe basieren auf die dunkle
Geschichte der Türkei im Bezug auf das Verbrechen gegenüber den
Völkern - mit diesen will sich die Türkei nicht konfrontieren. Es
wird keine demokratische Kultur gefördert, in dem man diese
Konfrontation durchführt. Dies ist eine blutende Wunde mit Rissen,
die durch komplexvolle Lebensweise, sich nach Aussen als Krankheit
zeigt. Diese sensible Haltung ist dafür geschaffen, ausgenutzt zu
werden.
Die äusseren Gründe sind diese, dass die Türkei rein
geografisch gesehen, in einer strategisch sehr guten Position liegt.
Es ist ganz natürlich, dass die Supermächte, die Mächte die
Sprachrecht haben und die Mächte, die Sprachrecht haben wollen,
ihren Anteil in diesem Gebiet haben wollen.
Gerade jetzt, wo sie einflussreich sein wollen und
die innere Struktur der Türkei wie geschaffen für diesen Eingriff
ist, wird jeder Eingriff die Türkei beeinflussen. Wir kennen die
Positionen, die mit der Dialektik bestimmt werden. Wir wissen auch,
dass die innere Struktur bestimmend und die äussere Struktur
beeinflussend ist. Wir können aber auch – leider – sehen, dass die
Türkei von dieser Originalhaltung in die verfällt, in der das
Äussere immer mehr zur bestimmenden Position wird.
Wie aber soll diese Situation überbrückt werden?
Die Türkei muss vor allem, um mit ihrer dunklen
Geschichte auseinandersetzen zu können, sich fern von dunklen
Verhältnissen halten. Sie müssen sich von Verhältnissen fern halten,
die hinter geschlossenen Vorhängen arbeiten. Sie müssen transparent
werden. Alles was sie machen, müssen sie vor den Augen der Völker
machen. Ansonsten wird jeder dunkle und unbekannte Schritt als Liste
bewertet werden und es werden äussere Mächte hervortreten, die diese
Listgedanken ausnutzen wollen.
Wir dürfen natürlich nicht vergessen aufzuführen,
dass wir gelernt haben, auch wenn es schmerzt, dass die
Hilfsangebote der imperialistischen Mächte meistens nur Angebote
sind, die wiederum ihr wirtschaftliches Interesse bestärken. Das
globale Kapital ist wie eine Zecke, die auch den letzten Tropfen der
Völker aufsaugen will. Viele geschichtliche Begebenheiten zeigen uns
auch, dass sie von der Art wie eine Zecke zu handeln nicht
verzichten wird.
Die Türkei muss sich dessen bewusst sein und sich
zuerst mit sich selbst konfrontieren. Die Türkei muss mit den
Völkern, in dieser Geographie leben einen Frieden erlangen. Dies
geht nur, wenn man den Weg auf demokratischer Basis, mit einem
toleranten Verhältnis einschlägt. Der Weg führt aber auch auf eine
Gesetzesgrundlage, die die Rechte der Völker beinhaltet. Wie auch
dieser Weg unumgänglich durch eine Grundgesetzesänderung führt, dass
die Identität der Völker garantiert.
Aber wenn dem nicht so sein sollte, sondern genau
solche Gespräche wie zwischen İlker Başbuğ und Yaşar Büyükanıt im
Dolmabahçe Schloss zustande kommen sollten, kann es für die Völker
in der Türkei keine guten Entwicklungen mit sich bringen – und wird
es auch nicht tun.
Weil solche Gespräche auf „du gibst mir, ich gebe
dir“ basieren, wird nicht das Interesse des Volkes verfolgt, nein
sie beziehen sich nur noch auf wirtschaftliche Zinsen, die auf dem
Rücken des Volkes ausgetragen werden.
Der Chef der Partei der Ungläubigen wünscht, dass
man Zugeständnisse im Bezug auf die Schliessung der Parteien und die
Wirtschaft macht. Im Gegenzug verschliessen sie die Augen, wenn das
terroristische Militär Kurdistan angreift und dort Banden gegründet,
Betäubungsmittel verkauft, Handel getrieben und Gewinne beim
Waffenverkauft erzielt werden.
Die terroristische Armee entledigt sich derer, die
der so genannten Regierung und Herrn Recep ein Dorn im Auge sind –
sie öffnet Wege, damit diese so zu sagen verurteilt werden können.
Auf der anderen Seite hingegen wird der Wechsel des Generalstabes im
August vereinfacht.
Der Grund dafür ist dieser, dass wenn die AKP
geschlossen wird und Herr Recep Zecke Kongo bis zum August dem
neuen, aufgestellten Mitgliedern des Generalstabes nicht den
Zuspruch erteilt, wird İlker Başbuğ, weil er seit vier Jahren
Kommandant der Armee ist, in die Rente gehen und nicht Generalstab
werden. Işık Koşaner wird aus Mangel an Belegschaft in Rente gehen.
Der 1. Militärkommandant wird wegen Überschreitung der Altersgrenze
in Rente gehen. Das sind Begebenheiten, die mit den Regeln in den
Statuten des Militärs in Zusammenhang stehen. Auf den Punkt
gebracht, wenn die AKP geht, muss auch die faschistische und
angreifende Clique gehen.
Geheime Treffen werden genau aus diesen Gründen,
wenn es im dunkle Spiele und Pläne geht, durchgeführt. Manche
allseits bekannten und in der Rente befindlichen Generäle werden
genau um solche dunklen Spiele und Pläne zu verdecken, im Bezug auf
das ER-KENE-KON Verfahren inhaftiert.
Nur wir sind aber der Meinung, dass Recep Zecke
Kongo einen Zug gegen die Banden durchgeführt hat. Dem ist aber
nicht so. Das was geschehen ist, wurde mit Erlaubnis des Militärs,
damit die ER-KENE-KON Gruppierung nicht offen dargestellt wird,
durchgeführt. Natürlich soll auch weiterhin das Blut der Völker, wie
durch eine Zecke, ausgesaugt werden.
Wir sehen also, dass wir müssen ohne uns zu früh zu
freuen, für unsere Völker alles genau durchforschen, gut durchlesen
und bewerten. Genau so, wie das Treffen von Büyükanıt und Herrn
Recep Zwecke Kongo im Mai 2007 als Bomben verpackt auf unser Volk
bombardiert worden ist, sind auch die heutigen Treffen der Generäle,
die im Geheimen und in Privathäusern durchgeführt werden, kein gutes
Omen.
Deswegen möchten wir anführen, dass die Phase voller
gefährlicher Begebenheiten ist. Die Völker müssen endlich die
Situation überbrücken, die es möglich macht, sie auszunutzen. Sie
müssen sich auf demokratischem Grundsatz vereinigen, wenn nötig
müssen sie als eine Partei auftreten und einem Dach entscheiden.
Ansonsten müssen wir darauf hinweisen, dass wir auf einer sehr
risikoreichen Fährte sind. Weiter dürfen wir nicht vergessen, dass
risikoreiche Fährten immer Potential zum Ausnutzen lassen. !
*Kene = Zecke