STARTSEITE
|
Öcalan: Man will mich vernichten |
|
19.
Januar 2006 (hpg-online.com) - Ibrahim
Bilmez, einer der Anwälte, die den Kurdenführer
Abdullah Öcalan am Mittwoch eine Stunde lang
sehen konnten, erklärte gegenüber ANF, Öcalan
solle auf Imrali in den Selbstmord getrieben
werden. Er werde einem starken psychologischen
Druck ausgesetzt. Außer der 20-tägigen
Bunkerhaft sei bereits eine weitere 7-tägige
Bunkerhaft verhängt worden.
„Wenn
ich im Gefängnis Imrali vernichtet werde, ist
dafür der Staat verantwortlich“
Öcalan erklärte gegenüber seinen Anwälten, dass
er vor der 20-tägigen Bunkerhaft bereits sieben
Tagen in de-facto-Bunkerhaft verbracht habe. Er
solle in den Selbstmord getrieben werden. Die
Bevölkerung solle wissen, dass er dies nicht tun
werde und dass bei einem möglichen Tod oder
anderen negativen Vorfällen nicht er selbst
dafür verantwortlich sei, sondern der Staat.
Bilmez erklärte bezüglich der 20-tägigen und der
7-tägigen de-facto-Bunkerhaft, diese Bestrafung
sei illegal und durch die Gefängnisleitung ohne
Zustimmung des Vollzuggerichts angeordnet
worden. |
|
Weiter.... |
|
KurdInnen machen die Freiheit Öcalans zu
ihrer Sache |
|
18.
Januar 2006 (hpg-online.com) - In
Êlih (Batman) kamen Tausende in den Stadtteilen
Beþevler, Îpragaz und Parazaryerî zusammen um
zum Gebäude der AKP gegen die Bunkerhaft des
Kurdenführers Abdullah Öcalan zu demonstrieren.
Sie riefen Parolen wie „Êlih
wird nicht mehr schlafen, bis Öcalan frei ist“
und „Öcalan ist unsere
politische Wiedergeburt“.
Die Sicherheitskräfte verteilten sich überall um
das AKP Gebäude mit Panzern und Spezialeinheiten.
Vor dem Gebäude fand eine Kundgebung statt.
Þîrîn Bagli von der Initiative für eine
demokratische Lösung in Êlih erklärte Erdogan
spreche mit gespaltener Zunge und sage in Amed (Diyarbakir)
oder Culemerg (Hakkari) etwas anderes als in
Ankara. Man werde mit den Aktionen fortfahren.
Im Anschluss ging die Menge zurück zum Gebäude
der DTP. |
|
Weiter.... |
|
Norwegen: PKK ist eine legitime
Organisation |
|
17.
Januar 2006 (hpg-online.com) - Wie
Anne Lene Dale Sandsten, Sprecherin des
norwegischen Außenministeriums, gegenüber der
Nachrichtenagentur ANF mitgeteilt hat,
betrachtet die norwegische Regierung die PKK als
eine legitime Organisation.
„Die EU hat diese
Organisation auf ihre Terrorliste aufgenommen.
Aber für uns ist das nicht akzeptabel“,
erklärte sie. Das Außenministerium verfolge die
kurdische Frage und stehe im Kontakt mit
kurdischen Gruppen, so Sandsten. Vor kurzem
hatte Sandsten als Pressesprecherin des
norwegischen Außenministers Janas Gahr Store
bereits angekündigt, Norwegen betrachte die
EU-Terrorliste nicht als bindend. |
|
Weiter.... |
|
KKK: Durch die „Bunkerstrafe" kann der
Krieg außer Kontrolle geraten |
|
Der
Vorstand des Exekutivkomitees der Gemeinschaft
der Kommunen Kurdistan
(Koma Komalên Kurdistan KKK) warnte, dass
die gegen den Kurdenführer Abdullah Öcalan
verhängte 20-tägige Bunkerstrafe (verschärfte
Isolation) dazu führen könne, dass der Krieg
völlig außer Kontrolle gerate. Die KKK rief das
kurdische Volk überall, wo es sich befindet, zum
Aufstand auf.
Der Vorstand der Koma Komalên Kurdistan erklärte,
der türkische Staat habe „seit letztem Jahr die
Politik gegen den
Kurdenführer Abdullah Öcalan nach und
nach in eine Vernichtungspolitik verwandelt und
dies auch 2006 fortgesetzt." Mit dem heutigen
Tag habe diese Politik ein neues Niveau erreicht.
Bezüglich der gegen den Kurdenführer Abdullah
Öcalan verhängten Bunkerstrafe erklärte der
Vorstand des Exekutivrates der KKK „Die
Isolationszelle in einem Isolationsgefängnis ist
der konkrete Beweis für das Beharren auf der
Vernichtungspolitik. |
|
Weiter.... |
|
20 Tage „Bunkerstrafe“ für den
Kurdenführer Abdullah Öcalan |
|
Der
Besuch seiner Geschwister Mehmet Öcalan und
Havva Keser bei dem Kurdenführer Abdullah Öcalan
auf der Gefängnisinsel Imrali wurde mit der
Begründung verweigert, gegen Öcalan sei eine
Disziplinarstrafe von zwanzig Tagen Einzelzelle
verhängt worden. Die zuständigen Militärs am
Schiffsanleger Gemlik hätten erklärt, es liege
eine Gerichtsbeschluss darüber vor.
„Ich wollte den Beschluss
lesen, aber auch das wurde mir verweigert“,
erklärte Mehmet Öcalan.
„Auch die Zeitungen, die wir mitgebracht
hatten, wurden nicht angenommen“.
Rechtsanwalt Bekir Kaya erklärte dazu, dass sich
sein Mandant ohnehin in einem
Ein-Personen-Gefängnis befinde. Allerdings
beinhalte diese Form der Disziplinarstrafe, die
auf Antrag der Verwaltung verhängt werde, auch
eine Beschränkung des Rechtes auf
Telefongespräche, Briefkontakt und
Familienbesuch. Die Verteidigung Öcalans
versuche, die Hintergründe dieser Maßnahme zu
erfahren, aber es lasse sich kein
Ansprechpartner in dieser Angelegenheit finden,
da aufgrund der Feiertage das zuständige Gericht
in Bursa geschlossen sei. |
|
„Die
Beschlüsse der MGK ist die Entscheidung zum totalen Krieg“ |
|
Der
Vorsitzender des Exekutivrates der Gemeinschaft
der Kommunen Kurdistans (KKK) Murat Karayilan
hat die auf der letzten Sitzung des Nationalen
Sicherheitsrates (MGK) gefassten Beschlüsse als
„Entscheidung zum totalen
Krieg“ bezeichnet. Damit solle die Türkei
in einen Polizei- und Jandarma-Staat verwandelt
werden.
Die Widersprüche innerhalb des Systems in der
Türkei werden zunehmend stärker, erklärte
Karayilan. Es bestehe Bedarf nach einer neuen
Politik und neuen Politikern, die in der Lage
seien, die bestehenden Probleme zu erkennen und
den Mut aufbrächten, diese zu lösen. Hauptthema
der letzten drei Sitzungen des MGK sei die
kurdische Frage gewesen, so Karayilan.
„Trotzdem wird immer nur
das auswendig Gelernte wiederholt. Mit Konzepten,
die sich immer wieder um den gleichen Punkt
drehen, lässt sich für die Türkei nichts
gewinnen.“
Karayilan erinnerte daran,
dass es ähnliche Pläne bereits 1994 gegeben habe,
die gewünschten Resultate damit jedoch nicht
erreicht worden seien. Darüber hinaus hätten
sich die regionalen Bedingungen geändert.
„Die Türkei wird eine
Niederlage erleiden, wenn sie diese Politik
weiter verfolgt. Auch aus den jüngsten Erklärung
aus dem Generalstab wird deutlich, dass sie die
Türkei in einen Polizeistaat oder sogar in einen
Jandarma-Staat verwandeln wollen.“
|
|
Weiter.... |
|
IN ANDENKEN AN Kommandantin Ramona |
|
Wir
sind in tiefer Trauer über den Tod der
zapatistischen
Freiheitskämpferin Ramona. Als kurdische
Frauen möchten wir allen freiheitsliebenden
Menschen und insbesondere der Chiapas Community
unser Beileid aussprechen.
Ramona ist ein Symbol des Freiheitskampfes der
Frauen unterdrückter Völker. Ihre Führungsrolle
bei der Einnahme von San Cristobal hat der Welt
vor Augen geführt, dass Frauen aller Nationen
ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen und sich
dem Unrecht nicht ergeben. Die Entschlossenheit,
den Mut und die Kraft, die die Kommandantin
Ramona - trotz ihrer schweren Krankheit - im
Kampf um Befreiung und Menschenwürde
ausgestrahlt hat, sind für uns ein Beispiel
dafür, dass der Freiheitsdrang von Frauen sich
durch nichts aufhalten lässt. Ihr beharrlicher
Einsatz für den Entwurf und die Durchsetzung der
„Revolutionären
Frauengesetze“ der EZLN zeigt, dass der
Freiheitskampf von organisieren Frauen eine
Revolution in der Revolution verwirklichen kann.
Wie viel Kraft und Ausdauer dies erfordert,
wissen wir als kurdische Frauen aus der
Erfahrung unseres eigenen Befreiungskampfes nur
allzu gut...
(Freie Frauenbewegung Kurdistans) |
|
Weiter.... |
|
Die
Volksverteidigungskräfte (HPG) haben eine Bilanz
des Jahres 2005 veröffentlicht. In der dazu
gehörigen Erklärung heißt es: „Die türkische
Armee hat im Frühling beginnend mit dem Gebiet
Botan Angriffe gegen unsere Guerillakräfte im
gesamten Gebiet des Nordens gestartet. Während
des gesamten Jahres hat der Staat auf
Kriegspolitik gesetzt. Diese Politik hat die
meisten der im Jahr 2005 stattgefundenen
Gefechte verursacht und wurde seit Beginn des
Sommers noch intensiviert. Damit zusammenhängend
wurde der Staatsterror gegen unsere Bevölkerung
aktiviert. Entsprechend der gleichen Politik
wurde mit dem Gesetz vom 1. Juni unser
Vorsitzender komplett von der Außenwelt
abgekapselt. Mit diesem Angriff auf physischer
und psychologischer Basis, der die Isolation
noch übersteigt, wurde ein gefährlicher Prozess
eingeleitet. Als der türkische Staat beim
Angriff auf unsere Bevölkerung und unsere
Guerillakräfte nicht das gewünschte Resultat
erreichen konnte, setzte er alles aufs Spiel und
versuchte unter Einbeziehung der Unterstützung
internationaler und regionaler Kräfte diese zum
Partner bei den Angriffen zu machen...“
|
|
Weiter.... |
|
Duran Kalkan: „Im Jahr 2006 wird
der Kampf noch stärker werden“ |
|
Duran
Kalkan, stellvertretender Vorsitzender des
Exekutivrates der Gemeinschaft der Kommunen in
Kurdistan (Koma Komalên Kurdistan oder KKK),
bewertete das Jahr 2005 aus Sicht der Kurden als
ein „Jahr der
Errungenschaften“. Manche fürchteten, die
Türkei könne sich demnächst mit ihnen
verständigen: „Der Iran fürchtet, die Türkei
könne sich mit der PKK verständigen, ohne sich
mit ihm abzusprechen. Auch die USA haben Angst,
denn wenn es eine solche Verständigung gäbe,
wäre man nicht auf die USA angewiesen.“
Das
Jahr des Konföderalismus
Unmittelbar nach der Ausrufung der „Koma Komalên
Kurdistan“ durch Öcalan hätten die Kurden bei
den Newrozfeiern 2005 ihre Unterstützung
bekundet: „Newroz war ein einziger großer
Serhildan. Es war wohl das größte Newroz in der
Geschichte unseres Kampfes, unseres Volkes. 5-6
Millionen Menschen haben sich an den Feiern
direkt beteiligt. Dies bedeutet, dass die
Bevölkerung den KKK unterstützt und sich daher
zum Serhildan erhoben, sich massenhaft am
politischen Kampf beteiligt hat.“ |
|
Weiter.... |
|
Minensäuberung in Südkurdistan |
|

Bei den von HAW-PAR geräumten Minen handelt es
sich zum größten Teil um solche irakischer,
iranischer, russischer und türkischer Bauart.
Seit 2002 räumt die
Initiative HAW-PAR Minen in Südkurdistan. Unter
dem Motto „Für ein Kurdistan ohne Minen“ haben
die MitarbeiterInnen im Jahre 2005 ein Gebiet
von insgesamt 3000 Quadratmetern von Minen und
anderen Kriegsüberbleibseln gereinigt, wie die
Initiative jetzt in ihrem Arbeitsbericht für das
vergangene Jahr bekannt gab. In dem Bericht wird
Südkurdistan als „riesiges Minendepot“
bezeichnet, das eines sofortigen Eingriffs
bedürfe. Aufgrund technischer und materieller
Engpässe und bürokratischer Hindernisse sei
diese Arbeit erschwert worden, so HAW-PAR. Die
Initiative kritisiert auch die regionale
politische Autorität für ihr „verantwortungsloses
Verhalten gegenüber Menschenleben und –gesundheit“.
„Angesichts der unkontrolliert und willkürlich
im Gelände gelegten Minen, die Menschenleben
gefährden, müssen sich regionale und
internationale Kräfte verantwortlich fühlen“,
heißt es in dem Bericht. |
|
Weiter.... |
|
27.
November - Lang lebe die PKK unter der Führung von Rêber APO!
|
|
Bombenanschläge
in Silopi – Was steckt dahinter? |
|

Von Cengiz Kapmaz
Er sitzt auf der Ipekyolu
Caddesi auf einem Hocker und dreht sich eine
Zigarette. Ich gehe auf ihn zu… Tiefe Furchen
des Schicksals in einem sonnenverbrannten
Gesicht… In Gedanken versunken… Nachdem er einen
tiefen Zug von seiner Cigara genommen hat, zeigt
er mit dem Finger auf den Ort, an dem die Bombe
explodiert ist und fängt an zu sprechen:
„Die, die dort
explodiert ist, war nicht die erste und wird
nicht die letzte gewesen sein. Kann es denn so
was geben, mein Herr? Sag schon, kann es so
etwas geben?“
Wir laufen die Orte ab, an
denen am 9. Dezember in Silopi gleichzeitig
Bomben explodiert sind. Eine an der Ipekyolu
Caddesi, eine zweite an der Besler Caddesi, und
die dritte ist an der Hastane Caddesi
hochgegangen. Die Hände, die diese Bomben gelegt
haben, haben ein schwer zu lösendes Rätsel
hinterlassen. Es sieht so aus, als sei
beabsichtigt, dass man aus den Spuren etwas
heraus liest. Wenn man die Punkte der
Bombenanschläge miteinander verbindet, ergibt
sich daraus der erste Buchstabe der Türkei –
„T“. |
|
Weiter.... |
|
Besuch vom
Geheimdienst (von Reimar Heider) |
|
Warum
der Name des inhaftierten kurdischen Politikers
Abdullah Öcalan plötzlich in aller Munde ist...
Verwundert rieb sich am Dienstag mancher Leser
der auflagenstärksten und einflußreichsten
Zeitung der Türkei, Hürriyet, die Augen. Von der
Titelseite blickte Abdullah Öcalan, und die
lange Schlagzeile lautete:
»Ich erkenne die Staatsbürgerschaft der
Republik Türkei als übergeordnete Identität an.«
Dazu wurde ausführlich aus dem
jüngsten Gespräch des inhaftierten, zu
lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilten
kurdischen Politikers mit seinen Anwälten
zitiert. Das fand nach über halbjähriger
Kontaktsperre in der vergangenen Woche erstmals
wieder statt.
Die zitierte Aussage Öcalans ist an sich weder
neu noch sensationell. Denn Öcalans Hauptthese
seit dem Schauprozeß 1999 gegen ihn ist die
einer »demokratischen
Republik«... |
|
Weiter.... |
|
Aus
Anlass des Jahrestages der Parteigründung der
PKK am 27. November 1978 haben in Kurdistan, in
der Türkei, in Europa und in den kurdischen
Bergen Feiern, Veranstaltungen und Kundgebungen
stattgefunden. Außerdem wurden Gräber von
Menschen, die im kurdischen Befreiungskampf ihr
Leben verloren haben, besucht. Bei allen
Aktivitäten wurde die Forderung „Freiheit für
Öcalan, Frieden für Kurdistan“ aufgestellt. Zu
Angriffen der Sicherheitskräfte kam es in
Istanbul-Gaziosmanpasa, als eine Gruppe von 200
Menschen eine Demonstration durchführen wollte.
Im Verlauf der Auseinandersetzungen wurden 15
Personen festgenommen. |
|
Lebende
Schutzschilde treten HPG bei |
|
Die
seit dem 10. August als Friedens- und
Feiheitsbrigaden in den Kandil-Bergen lebenden
Mitglieder der Initiative
„Lebende Schutzschilde“ haben sich mit
527 Personen den Volksverteidigungskräften (HPG)
angeschlossen. Die Haltung des türkischen
Staates habe keine andere Möglichkeit offen
gelassen, erklärte Senar Mete im Namen der
Gruppe. „Wir wollen
immer noch nicht sterben und töten. Wir wollten
in der Türkei einen demokratischen Kampf führen,
aber die Repression hat das unmöglich gemacht.
Deshalb sind wir in die Berge gegangen. Von der
Gemeinschaft der kurdischen Gemeinden KKK wurden
unsere Forderungen positiv aufgenommen. Aber von
türkischer Seite wurde in keinster Weise darauf
eingegangen. Die Repression gegen die
Bevölkerung und die Militäroperationen wurden
gesteigert. Deshalb haben wir beschlossen, uns
der HPG anzuschließen. Wir werden unseren Kampf
nicht mehr als lebende Schutzschilde fortsetzen,
die in die Kriegsgebiete gehen, um die
Militäroperationen auf zivile Weise zu stoppen,
sondern als bewaffnete Kämpfer für den Frieden.“ |
|
KKK: Fortsetzung
der Kontrapolitik gefährdet Zusammenleben |
|
Mit
einer schriftlichen Erklärung hat die
Geimeinschaft der kurdischen Gemeinden
KKK-Exekutivrat das 27. Jubiläum der
PKK-Gründung gewürdigt. Die Erklärung beinhaltet
im Verweis auf die Angriffe der letzten Zeit
eine Verwarnung: „Eine
Fortsetzung der Kontraguerilla-Politik gefährdet
die Bedingungen für ein Zusammenleben des
kurdischen und türkischen Volkes.“
Der türkische
Staat setze seinen totalen Krieg gegen die
Befreiungsbewegung Kurdistans gesteigert fort,
so heißt es weiter. Ein Ergebnis dieses Krieges
sei die Verhinderung von Verteidigergesprächen
mit dem Kurdenführer Abdullah Öcalan seit 26
Wochen. Auch die militärischen
Vernichtungsoperationen gegen die Guerilla
dauerten ununterbrochen an. Die Angriffe auf die
Bevölkerung, die zum Tode mehrerer Menschen in
Semdinli, Yüksekova und Mersin geführt haben,
machten deutlich, dass der türkische Staat auf
seiner Vernichtungspolitik beharre. |
|
Weiter.... |
|
Die Geburt der
Arbeiterpartei Kurdistans PKK
...
wurden die Fundamente des freien Kurdistans
gelegt. Vor genau 27 Jahren am 27.November 1978
wurde die Arbeiterpartei Kurdistans PKK
gegründet. Ab diesem Zeitpunkt war in Kurdistan
nichts mehr wie vorher, von Grund auf begann
sich dieses Land zu ändern.
27 Jahre des Kampfes haben
wir nun hinter uns gelassen, 27 Jahre, die eine
ganze Geschichte in sich verbirgt, die denn
jahrhundertelangen Schmerzen ein Ende bereitete
und die bisher die größte Revolution des
kurdischen Menschen erlebte. Im allgemeinen sind
zwar 27 Jahre eine sehr lange Zeit in der
Geschichte eines Volkes und stellen nur einen
kleine Punkt in der gesamten geschichtlichen
Entwicklung dar, aber sie bedeuten für das
kurdische Volk im Prinzip die Wiedergeburt und
Auferstehung. In diesen Revolutionsjahren wurde
der Schmutz von den vorausgegangenen
Generationen weggeputzt.
Heute spricht jeder von
einer kurdischen Renaissance, Auferstehung und
Neugeburt, noch zutreffender gesagt, von einer
nationalen Befreiungsbewegung, die eine
Erschütterung in der Welt zur Folge. Es ist
wieder eine allgemein akzeptierte Auffassung,
daß die KurdInnen in ihrer Geschichte die
wichtigste Revolution erleben. Diese Revolution
jedoch läßt nicht sich mit einigen einfachen
Veränderungen und Ausmaßen eingrenzen. Es ist
hier von einer umfassenden und große Ausmaße
annehmende Revolution die Rede... |
|
Weiter.... |
|
Die PKK ist eine
Lebensweise |
|
Auf den folgenden Seiten dokumentieren wir eine
Erklärung des Gründungsmitglied der
Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und Mitglied des
Exekutivrats der Gemeinschaft der Kommunen
Kurdistans (KKK), Cemil Bayik.
Die PKK wurde mit dem Ziel
gegründet, die Phase der Vernichtung des für
nicht existent erklärten und zerteilten
kurdischen Volkes, mit dessen nationalen und
menschlichen Eigenschaften gespielt wurde,
aufzuhalten und zu überwinden. Unsere Partei ist
vor diesem Hintergrund mit der Zielsetzung
entstanden, die Befreiungs- und Freiheitsfragen
dieses Volkes zu lösen.
Die
Bedingungen in der Gründungsphase waren sehr
schwierig. Allem voran war das kurdische Volk
weltweit nicht akzeptiert, es wurde verleugnet
und man hatte seiner Vernichtung regelrecht
zugestimmt. Es war ein Volk, dem die Welt keinen
Platz einräumte. Kurdistan wurde nicht nur von
den imperialistischen Kräften, von denen es
zerteilt wurde, verleugnet; keiner der Staaten,
die die Teile Kurdistans unter ihrer Herrschaft
hatten, anerkannten das kurdische Volk und seine
legitimen Rechte. Sie verleugneten es. Die
Herangehensweise des realexistierenden
Sozialismus unterschied sich nicht sehr von der
der Imperialisten und Besatzungsmächte.
Zudem war das kurdische
Volk in einer Situation, in der es selbst seine
Existenz leugnete. Es durchlebte eine Flucht vor
seiner Realität, von seinem Land, vor seinen
eigenen nationalen Werten und Interessen. Es
durchlebte eine Zeit der Ungewissheit.
Diejenigen, die verleugnet wurden, befürworteten
und akzeptierten die Verleugnung als
selbstverständlich.
|
|
Weiter.... |
|
Rechtsanwalt
Ahues: Weiße Folter gegen Öcalan |
|

Nachdem es der Verteidigung des Kurdenführers
Abdullah Öcalans seit Monaten nicht mehr
möglich ist, Kontakt zu ihrem Mandanten
aufzunehmen, hat sich diese Woche auch ein
Anwalt aus Deutschland auf den beschwerlichen
Weg zur Gefängnisinsel Imrali im Marmara-Meer
gemacht. Die Verhinderung des
Verteidigergespräches mit der offiziellen
Begründung, das notwendige Wasserfahrzeug für
den Transport zur Insel sei defekt, kommentierte
Rechtsanwalt Rainer Ahues mit folgenden Worten:
„Die türkischen Sultane
haben große Seeschlachten gewonnen. Ich kann
nicht glauben, dass es in einem solchen Land
kein Schiff geben soll, dass bei Windstärke 6
zur Insel Imrali übersetzen kann. Europa muss
gegen die gegen Öcalan gerichtete Isolation und
weiße Folter der Türkei gegenüber eine klare
Haltung beziehen“.
Ahues verwies auf die laufenden Verfahren
Öcalans vor dem Europäischen Gerichtshof für
Menschenrechte und in der Türkei sowie das Recht
eines jeden Menschen auf Verteidigung und
kündigte an, das Komitee zur Verhinderung von
Folter und weitere Institutionen in Europa von
der Situation Öcalans zu informieren.
Öcalan-Besuch verhindert
Der Besuch seiner Verteidiger und Schwester bei
Abdullah Öcalan auf der Gefängnisinsel Imrali
ist auch diese Woche wieder verhindert worden.
Unter den Verteidigern, die am Schiffsanleger in
Gemlik umkehren mussten, weil das Wasserfahrzeug
nach offiziellen Angaben defekt war, befand sich
auch der deutsche Anwalt Rainer Ahues.
|
|
Militäroperationen in Mardin, Antep und Osmaniye |
|
Am
21.11.2005 hat die türkische Armee eine
Militäroperation im Gebiet Mardin-Bagok
eingeleitet. Bei einem von der HPG gelegten
Hinterhalt wurde ein Soldat getötet, ein
weiterer verletzt. Die Operation dauert an.
Ebenfalls am 21.11.2005 wurde in Antep-Islahiye/Osmaniye
eine Militäroperation eingeleitet, die noch
andauert. Zu Gefechten ist es bisher nicht
gekommen. Am gleichen Tag wurden von der HPG
zwei Telefonnetze in Osmaniye zerstört, die von
der türkischen Armee bei Militäroperationen zur
Kommunikation benutzt wurden.
Vergeltungsaktion
der HPG in Sirnak
Bei einer Vergeltungsaktion der
Volksverteidigungskräfte (HPG) am 22. November
in Sirnak gegen die Vernichtungspolitik gegen
Abdullah Öcalan und den Staatsterror gegen die
Bevölkerung in Hakkari, Gever, Semzinan und
Mersin sind nach HPG-Angaben 15 Soldaten und ein
Guerillakämpfer namens Servan Salmas (Mehrizat
Alizade) ums Leben gekommen.
Am 21. November wurde die Polizeidirektion in
Silopi von einer HPG-Einheit mit Handgranaten
angegriffen. Über Tote oder Verletzte gibt es
keine genauen Angaben.
Am 20. November wurde das Fahrzeug eines
Offiziers in Mardin-Derik durch einen
Sabotageakt einer HPG-Einheit vollkommen
zerstört.
Im Rahmen einer Militäroperation der iranischen
Armee am 21. November im Gebiet Merivan in
Ostkurdistan kam es zu einem Gefecht, bei dem
sechs iranische Soldaten und ein Guerillakämpfer
namens Berxwedan (Yusuf Karabag) ihr Leben
verloren. Vier weitere Soldaten wurden verletzt.
|
|
Anzahl der
Todesopfer in Yüksekova erhöht sich |
|
Die
Anzahl der Todesopfer durch einen Angriff der
Sicherheitskräfte auf eine Kundgebung in
Hakkari-Yüksekova, an der sich 30.000 Menschen
beteiligten, hat sich auf vier erhöht. Die
Anzahl der Verletzten wird mit 21 angegeben,
davon sind sieben Polizisten. Bei den
Straßenschlachten wurde ein Panzer abgebrannt.
Es kam zu vielen Festnahmen. Polizei und
Sondereinheiten halten mit Panzerfahrzeugen das
Stadtzentrum sowie die Einfahrten in die Stadt
besetzt.
Der DEHAP-Bürgermeister von Yüksekova, M.Salih
Yildiz, kritisierte die Äußerungen des
Gouverneurs von Hakkari, Erdogan Gürbüz, als
einseitig. „Ich war
selbst zur Zeit der Vorfälle in Ankara. Ich
könnte mit dem Kopf durch die Wand gehen
angesichts dieser furchtbaren Geschehnisse. Sie
hätten verhindert werden können.“ |
|
Weiter.... |
|
Zehntausende zu
Protesten in Yüksekova auf der Straße |
|

In
Hakkari-Yüksekova sind auch heute wieder
Zehntausende auf die Straße gegangen und haben
den Rücktritt des Gouverneurs Erdogan Gürbüz
gefordert. Gestern waren bei einer
Protestkundgebung mehrere Menschen getötet und
21 Personen verletzt worden.
Während in der Nacht Totenstille geherrscht
hatte, versammelten sich im Stadtzentrum
Tausende Menschen, errichteten Barrikaden und
zündeten Feuer an. Familienangehörige von
Sicherheitskräften wurden in gepanzerten
Fahrzeugen aus ihren Wohnungen evakuiert und in
ein Militär-Gästehaus gebracht.
Auch in der Provinzhauptstadt Hakkari kam es
heute bei Protesten zu Verletzten durch
Schusswaffengebrauch durch Sicherheitskräfte.
Tausende Demonstranten errichteten Barrikaden
und lieferten sich Straßenschlachten mit der
Polizei.
Die Proteste in anderen Städten Nord Kurdistans
und der Türkei weiten sich unterdessen aus. |
|
Straßenschlachten
in Yüksekova: Drei Tote, 21 Schwerverletzte |
|
In
Hakkari-Yüksekova in Nord Kurdistan ist es bei
einer Protestkundgebung der Demokratischen
Volksinitiative gegen die Bombenanschläge in der
Provinz nach einem Polizeiangriff zu
gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen, bei
denen mindestens drei Personen getötet wurden.
An der Kundgebung hatten sich 30.000 Personen
beteiligt. Erste Berichte sprechen von 21
Verletzten, darunter vier Polizisten. Ein
Unteroffizier ist von den Demonstranten als
Geisel genommen worden. Von Hausdächern schießen
Scharfschützen auf die Bevölkerung. Die
Auseinandersetzungen dauern an.
|
|
Angriff auf
Militärposten in Sirnak: 13 Soldaten getötet |
|
Eine
Guerillaeinheit der Volksverteidigungskräfte HPG hat
am 31. Oktober 2005 um 23:20 Uhr im Kreis Uludere in
Sirnak einen Angriff gegen ein Militärposten
ausgeführt. Bei dem Angriff in Uludere-Dera Hine
sind insgesamt dreizehn Soldaten getötet. Zahlreiche
Soldaten wurden auch verletzt. Auch ein
Guerillakämpfer wurde bei dem Angriff als Märtyrer
gefallen. Bei dem Guerillakämpfer handelt es sich um
Sakir Itah (Daro Kato), geboren 1979 im Kreis Catak
in Van.Weiterhin wurde am 1. November das Gebiet-Kato
Jirki von Kobra Hubschraubern der türkischen Armee
stark bombardiert.
HPG-PRESSEZENTRUM |
|
Situation Öcalans
im EU-Fortschrittsbericht |
|
Im
EU-Fortschrittsbericht zur Türkei, der am 9.
November veröffentlicht wird, wird voraussichtlich
neben Themen wie Menschenrechte, kurdische Frage,
Folter, Zypern und das Verhältnis zwischen zivilen
und militärischen Stellen auch auf die Situation des
Kurdenführers Abdullah Öcalans hingewiesen.
Im letzten Entwurf
des 149-seitigen Berichts wird die Umsetzung des
Urteils des Europäischen Gerichtshofs für
Menschenrechte zu einer Neuverhandlung des Öcalan-Prozesses
gefordert, da Öcalan in der Türkei kein fairer
Prozess gemacht worden sei. |
|
Weiter.... |
|
Annäherung
zwischen Ankara und Südkurdistan |
|
Im
Verweis auf eine „enge Zusammenarbeit mit den USA“
hat der Außenminister der Türkei, Abdullah Gül,
erklärt: "Im Antiterrorkampf sind wir in eine neue
Phase getreten“. Diese Erklärung Güls verweist auf
eine Annäherung zwischen Ankara und den
südkurdischen Kräften KDP und PUK. Wenn Ankara
Südkurdistan als Gesprächspartner anerkennt, wird es
für die USA leichter, ihr Konzept zum Thema PKK
umzusetzen.
Auf einer Pressekonferenz im Außenministerium
bewertete Gül unter anderem den Washington-Besuch
des Präsidenten der südkurdischen Region Mesut
Barzani. Dabei sei Barzani nahegelegt worden, eng
mit der Türkei zusammen zu arbeiten. Zu der
Notwendigkeit, gegen die PKK aktiv zu werden, sei
eine Übereinstimmung entstanden. Die Beziehung der
Türkei zu den USA sei sehr speziell und umfassend...
|
|
Weiter.... |
|
Kriegsbilanz für Oktober:
53 Auseinandersetzungen mit der türkischen Armee
Die
Volksverteidigungskräfte HPG veröffentlichten ihre
Monatskriegsbilanz. Die Bilanz umfasst den Zeitraum
zwischen den 1. Oktober 2005 bis zum 30. Oktober
2005.

Militäroperationen der
türkischen Armee: 41
Auseinandersetzungen mit der türkischen Armee: 53
Verluste d. türk. Armee bei Gefechten mit der HPG:
106
Zerstörte Militärfahrzeuge: 7
Verluste der Guerilla bei Gefechten und Aktionen: 9
Verluste der Guerilla durch Geiselnahme: 1
Außerdem wurde in diesem Monat ein Polizeibeamter (Hakan
Acil) am 9. Oktober von der HPG zwischen Midyat und
Idil entführt.
Der Schwerpunkt der Militäroperationen lag in Botan,
Dersim und Amed. Die HPG bewerten die Operationen
der türkischen Armee als erfolglos. Bei den
Operationen wurden auch 1 Pistole, 1 Funkgerät, 1
Sattelitentelefon, 2 G-3 Waffen (Eins mit
angebrachtem Bombenwerfer), 1 Sturmgewehr, 1
Jagdgewehr und 2 Rucksäcke beschlagnahmt.
HPG-PRESSEZENTRUM |
|
Keine Nachricht
von Öcalan |
|
Die Anwälte des Kurdenführers
Abdullah Öcalans und seine Schwester Hawa Keser konnten letzten
Mittwoch nicht zur Gefängnisinsel Imrali übersetzen. Als Begründung
wurde erneut ein Defekt am Wasserfahrzeug angegeben. Auch die
Annahme von Zeitungen und Bücher, die für Öcalan bestimmt waren,
wurde verweigert. Das letzte Verteidigergespräch fand am 1. Juni
statt. Sein Bruder Mehmet war zuletzt am 31. August zu Besuch.
Seitdem gibt es keine Nachricht mehr von Öcalan.
Die kurdische Bevölkerung reagiert
beunruhigt auf diesen Isolationszustand. Am Mittwoch fanden in
vielen Städten spontane Protestkundgebungen statt.
Regelmäßige Anfragen der Anwälte an
das Europäische Komitee zur Verhinderung von Folter (CPT) sind
bisher unbeantwortet geblieben. Das CPT hat Öcalan bisher drei mal
besucht. Während in der Bevölkerung Besorgnis über den
Gesundheitszustand Öcalans besteht, sagen seine Verteidiger:
„Wir wissen nicht einmal, ob er noch lebt“.
|
|
Weiter.... |
|
Iranische
Militäreinheit überfällt Dorf |
|
Nach einem Gefecht zwischen der
iranischen Armee und einer HPG-Guerillaeinheit hat das Militär das
Grenzdorf Keyika überfallen und 15 Menschen festgenommen. Nach
Angaben des HPG-Pressezentrums wurde bei dem Gefecht am 16. Oktober
ein iranischer Kommandant getötet.
„Das Gefecht brach aus, nachdem die
Guerilla einen von der iranischen Armee gelegten Hinterhalt
bemerkte. Dabei wurde ein iranischer Kommandant getötet und mehrere
Soldaten verletzt. Die Guerilla hatte keine Verluste zu
verzeichnen“, heißt es in der HPG-Erklärung.
|
|
Weiter.... |
|
„Sie werden mich
frei lassen“ |
|
Erstmalig hat sich der am 9.
Oktober von der HPG zwischen Midyat und Idil entführte Polizeibeamte
Hakan Acil öffentlich geäußert. Gegenüber der Nachrichtenagentur
Firat (Ajansa Nuçeyen Firat-ANF) erklärte Acil, er befinde sich bei
guter Gesundheit: „Ich wurde gefangen genommen, weil ich
Polizist bin. Gesundheitlich geht es mir gut, es gibt keine
Probleme. Zunächst war es schwierig, aber jetzt habe ich mich an die
Bedingungen in den Bergen gewöhnt“.
Die HPG-Kämpfer verhielten sich ihm
gegenüber menschlich und er sei keiner Misshandlung ausgesetzt, so
Acil. „Ich möchte nach Hause zu meiner Familie, ich vermisse
sie sehr“. Weiterhin rief Acil die türkische Armee dazu auf,
die Militäroperationen zu stoppen. Dann könne er einer IHD-Abordnung
übergeben werden.
|
|
Weiter.... |
|

RONAHÎ bedeutet
Licht
Andrea Wolf (Ronahî) schloss sich
Ende 1996 der kurdischen Befreiungsbewegung PKK an.
Sie wusste, dass eine kleine Gruppe
aus der BRD schon in den Bergen war, dass sich schon seit Jahren
immer wieder Gruppen für einige Zeit an der kurdischen Guerilla
beteiligt hatten. Schon Anfang 1995 hatte es gemeinsame Diskussionen
über die Ziele der Beteiligung an der Guerilla der PKK gegeben.
Andrea war, als wir aufbrachen, gerade von einer USA - Reise
zurückgekehrt und hatte überlegt, ob sie sich der Gruppe anschließt.
Sie hat sich dagegen entschieden, sofort mitzukommen, wollte aber
darüber nachdenken, uns zu folgen.
(...)
Mit dem Anschluss an die PKK nannte
sich Andrea Ronahî, kurdisch = Licht. Es ist bei der PKK üblich,
einen Kampfnamen anzunehmen, einerseits als Codenamen, andererseits
aber auch, um der Entscheidung Ausdruck zu verleihen, ein neues
Leben zu beginnen, in dem Mensch bereit ist alte Strukturen zu
überwinden, und wie in der PKK gesagt wird, eine militante
Persönlichkeit im Sinne des PKK-Statuts zu werden.
|
|
Weiter.... |
|
Kriegsverhandlungen zwischen der USA und Türkei |

Kriegsverhandlungen zwischen der USA und Türkei
Mit
der vor zwei Tagen erschienenen Erklärung, seine Geduld sei am Ende,
hat Ministerpräsident Erdogan eine Militärintervention in
Südkurdistan angekündigt. Das US-Außenministerium hat gestern
erklärt, im ‚Antiterrorkampf‘ an der Seite der Türkei zu stehen. Für
diese Unterstützung fordern die USA von der Türkei, Druck auf den
Iran und Syrien auszuüben.
Während der Irak-Koordinator des US-Außenministeriums, James
Jeffrey, die Nachbarländer des Iraks, darunter auch die Türkei, dazu
auffordert, Druck gegen den Iran und Syrien auszuüben, hat
Ministerpräsident Erdogan vor der Übernahme einer Rolle der Türkei
in bezug auf seine Syrien-Politik seine Erwartungen den USA
gegenüber erneuert. |
|
Weiter.... |
|
Razzien durch
Sondereinheiten in Dersim |
|

Razzien durch
Sondereinheiten in Dersim
Während
die Militäroperationen in Dersim fortgesetzt werden,
sind mehrere Häuser von vermummten Sondereinheiten
überfallen worden.
So durchsuchten 15 maskierte Sondereinsatzkräfte und
zehn Zivilpolizisten zwei Häuser im Stadtteil
Alibaba. Dabei wurde ein Mann wegen Unterstützung
der PKK festgenommen. Seine Frau Nuray Atmaca
berichtet von der Razzia: „Morgens um fünf klopfte
es an der Tür. Als ich öffnete, richteten Maskierte
ihre Waffen auf mich. Sie warfen mich zu Boden und
durchsuchten das Haus. Dabei warfen sie alles
durcheinander. Als ich sie fragte, ob sie meinen, so
in die EU zu kommen, räumten sie wieder auf“. |
|
Weiter.... |
|
Schwere Verluste
der türkischen Armee in Dersim: 10 Tote |
|
Schwere
Verluste der türkischen Armee in Dersim: 10 Tote
Bei
schweren Gefechten zwischen der türkischen Armee und
unseren Guerillakämpfern sind 10 Soldaten getötet
und zahlreiche verletzt worden.
Die Gefechte ereigneten sich Gestern um 1:30 Uhr im
Gebiet Demenan in der Provinzstadt Dersim. Dort
hatte die Türkische Armee Anfang der Woche mit einer
Großoffensive gegen unsere Guerillakämpfer begonnen.
An der Militäroperation am 9. Oktober, die sich
überwiegend in Tülük, Pilvene, Anabar, Orta, Laç,
Dolu Baba, Demenan und Peter konzentrierte waren
insgesamt 10 000 Soldaten mit der Unterstützung von
Cobra und Skorsky Hubschraubern beteiligt. Die
Militäroperation dauerte bis zum 12. Oktober.
Bei den gestrigen Gefechten in Demenan wurden außer
der getöteten 10 Soldaten, 1 G-3 Waffe (mit
angebrachtem Bombenwerfer), 1 G3 Gewehr, 1 M16
Sturmgewehr, 2 Rucksäcke und zahlreiche
Militärzubehör beschlagnahmt. Bei den Gefechten gab
es keine Verluste unserer Guerillakämpfer. Das
türkische Militär hat sich nach diesen Vorfall im
Gebiet zurückgezogen.
HPG-PRESSEZENTRUM |
|
Türkischer
Polizist bei Wegelagerer Aktion von der Guerilla festgenommen |
|
Türkischer
Polizist bei Wegelagerer Aktion von der Guerilla
festgenommen
Anlässlich des „Internationalen Komplotts“ am 9.
Oktober 1998 haben unsere Guerillakämpfer eine
Wegelagerer Aktion zwischen die Landwege der
Provinzbezirke Midyat (Mardin) und Idil (Sirnak)
durchgeführt. Insgesamt wurden 70 Kraftfahrzeuge
angehalten und die Ausweise kontrolliert. Bei der
Aktion wurde auch ein Polizist gefangen genommen.
Der Polizist Hasan Alic, angemeldet in Eskisehir,
war als Beamter in Cizre beauftragt. Sein
Gesundheitszustand ist zurzeit gut. Die
Öffentlichkeit wird in den kommenden Tagen über
Hasan Alic informiert.
HPG-PRESSEZENTRUM |
|
Proteste
gegen den
„Internationalen Komplott“ |
|
Proteste
gegen den
„Internationalen Komplott“
Am 9. Oktober 1998
verließ der Kurdenführer Abdullah Öcalan Syrien,
weil die Türkei dem syrischen Staat mit Krieg
drohte. Mit Öcalans Ausschaltung sollte die
kurdische Frage gelöst werden. Auch nach sieben
Jahren ist noch keine Lösung in Sicht. Die Türkei
befindet sich mit ihrer repressiven Politik in einer
Sackgasse.
Am gestrigen
Jahrestag fanden in der Türkei und in Europa in
vielen Städten Protestkundgebungen gegen das
„internationale Komplott“ statt, dessen Höhepunkt
die Verschleppung Öcalans in die Türkei darstellte
und das bis heute in Form der Isolation Öcalans von
der Außenwelt andauert. |
|
Weiter.... |
|
9. OKTOBER - HINTERGRÜNDE
UND GESCHICHTE DES KOMPLOTTS |
|
9.
OKTOBER
Hintergründe
und Geschichte des Komplotts
Auf
den folgenden Seiten wird eine Erklärung des
Vorsitzenden der Koma Komelên Kurdistanê KKK,
Abdullah Öcalan, dokumentiert, die er am 15. Oktober
1998 im kurdischen Fernsehsender MED-TV abgegeben
hat. Ausführlich nimmt Abdullah Öcalan zur aktuellen
Entwicklung im Nahen Osten Stellung, vor allem zum
einseitigen Waffenstillstand der PKK vom 1.
September 1998 und der angespannten Situation
zwischen der Türkei und Syrien.
(…)
Ohne Zweifel begann das letzte Komplott gegen uns
nicht erst mit Demirels Äußerung, in der er drohte,
Syrien die Welt zur Hölle zu machen. Es hat eine
längere Geschichte. Bevor ich jedoch auf die jüngste
Entwicklung eingehe, möchte ich zunächst zum
besseren Verständnis auf den Charakter der Komplotte
eingehen, die vor allem nach dem Vorstoß vom 15.
August 1984 gegen uns und somit gegen die führende
Kraft des Befreiungskampfes, die PKK, ausgearbeitet
wurden. |
|
Weiter.... |
|
|
|
|
gUERILLA-LITERATUR |
|
 |
|
freiheitsgöttinen |
|
"Die Stimme der Freiheit"
 |
|
|